World of Cannabis

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Deutschland / USA: Sioux informieren sich über Hanfanbau in Deutschland

Henry Red Cloud, Ur-Ur-Enkel von Häuptling Red Cloud, der 1868 mit dem “weißen Mann” Frieden schloss, will heute seinen Lebensunterhalt mit dem Anbau und der Vermarktung der alten Kulturpflanze Hanf bestreiten. Im badischen Malsch informierten sich der Häuptling und vier seiner Krieger vom Stamme der Lakota-Sioux über die Chancen des Hanfanbaus.

Die Lakota halten Hanf für eine ideale Pflanze, denn ihr Reservat in South-Dakota liegt auf kargen Böden. Außerdem müssen sie im “Pine Ridge”-Reservat, wo rund 20.000 der 60.000 Lakota leben, mit extremen Witterungsbedingungen zurechtkommen.

Hanf könnte – so die Hoffnung der Indianer – das werden, was der Büffel früher einmal war.
Neben den widrigen klimatischen Bedingungen haben die Indianer mit der amerikanischen Administration zu kämpfen. Obwohl Industriehanf, den die Lakota anbauen, nachweislich keine berauschende Wirkung hat, und obwohl laut dem Friedensvertrag von 1868 die Lakota eine eigenständige Nation mit eigenen Rechten bilden, wurden die Felder im August, zwei Tage vor der Ernte, von FBI-Beamten zerstört.

Die Lakota wollen jedoch weiter dafür kämpfen, Hanf anbauen zu dürfen. Die badischen Hanf-Pioniere sollen dabei Hilfestellung geben. Mut gemacht wurde ihnen jedenfalls.
In Deutschland wurde der gemeinnützige Verein “Lakota Fund” (www.lakota-village.de) gegründet. Ziel ist es, Gelder für eine Hanfsiedlung einzusammeln und so den Lakota Hilfe zur Selbsthilfe zu gewähren. Unterstützer sind Paul McCartney, Peter Maffay, Gottfried Helnwein und Firmen wie BMW.

Quelle: www.naturfaser-wirtschaft.de

Vogelwelt: Hanf in Vogelernährung und -haltung

In einem ausführlichen Beitrag für www.meome.de/voegel setzt sich die Physikerin und Hobby-Ornithologin Gaby Schulemann ausführlich mit dem Thema Hanf in Vogelernährung und -haltung auseinander.

Sie kommt zu dem Ergebnis, dass der hohe Ölgehalt der Hanfsamen, dieselben zu einem echten Kraftfutter für Vögel macht. Allerdings sollten die Hanfsamen in Maßen als Beimischung gefüttert werden. Empfohlen werden Hanfanteile in Futtermischungen zwischen zwei Prozent (feinschnäblige Waldvögel) und sieben Prozent Großpapageien).
Neben den Samen können auch Hanffasern und -schäben in der Vogelhaltung Verwendung finden.

Als Nistmaterial aus Fasern kann Hanffilz verwendet werden. Der klassische Vogelsand kann durch Einstreu aus Hanfschäben ersetzt werden. Aufgrund ihrer Saugfähigkeit eigenen sich die Schäben besonders gut als Einstreu für Weichfresser wie Beos oder Lories.
Zum Basteln von Kletterseilen und Schaukeln eigenen sich Hanfseile hervorragend. Aufgrund ihrer Festigkeit halten diese sogar den Schnäbeln von Großpapageien stand. Inwieweit Hanf auch als Genussmittel das Leben unserer gefiederten Freunde versüßen könnte, dazu ist der Abhandlung leider nichts zu entnehmen!

Quelle:  www.naturfaser-wirtschaft.de

Deutschland: Gourmet-Restaurant serviert Hanf

Im Gourmet-Restaurant Schlossmühle in Horbruch (Rheinland-Pfalz) ist Hanf fester Bestandteil der gepflegten Gastronomie. Dies gilt nicht nur für die auf Hanfpapier gedruckte Speisekarte. Zum Frühstück wird selbst gebackenes Hanfbrot geboten, Salate enthalten geschälte Hanfsamen, und in manchem Biskuitkuchen verbirgt sich Hanfmehl.
Die Inhaber der Schlossmühle, Anne und Rüdiger Liller, sind von Hanf in der Ernährung überzeugt. Hanfkörner passen nach ihrer Auffassung zu Süßspeisen ebenso wie zu Salaten oder Joghurt. Außerdem passe Hanföl zu manchen Speisen besser als Olivenöl.
Da sich Anne und Rüdiger Liller in 28 Jahren das Vertrauen ihrer Gäste “erkocht” haben, sind Bedenken, das Hanfangebot könne bei diesen auf Skepsis stoßen, nach eigenen Angaben überflüssig.

Quelle: TRIERISCHER VOLKSFREUND

Tschechei: Polizei und Cannabis-Raucher behindern Hanfanbau

Nach Meldungen der BBC haben tschechische Landwirte, die Nutzhanf anbauen, mit Polizeibehörden und Cannabis-Rauchern zu kämpfen. Dem Bericht zufolge bauen die Landwirte Vaclav Tusek und Martin Hajek seit 1998 den nachwachsenden Rohstoff in Westböhmen an. Die Anbaufläche betrug 1998 zirka sieben Hektar. Seit 1998 kämpfen die Landwirte regelmäßig mit demselben Szenario. Zuerst entdecken Journalisten die Felder. Diese veröffentlichen die Lage der Anbaufläche und äußern die Vermutung, dass es sich um eine illegale Pflanzung handelt. Als Folge der Veröffentlichungen werden die Felder von Marihuana-Rauchern aufgesucht, obwohl die angebaute Sorte Juso-11 nur 0,03 Prozent THC enthält, also nur ein Zehntel der in der EU zugelassenen Grenzwerte. Neben den Ernteschäden durch Vandalismus müssen die Landwirte dann auch noch gegenüber der Polizei die Rechtmäßigkeit der Pflanzungen belegen. Trotz der widrigen externen Einwirkungen entwickelt sich das Geschäft der beiden Landwirte positiv. In diesem Jahr wurden insgesamt 40 Hektar Hanf angebaut und die gesamte Ernte nach Deutschland verkauft.
Quelle: BBC

Frankreich: Strandschuhe aus Hanf

In Frankreich kommt dieser Tage das erste Produkt aus PLASTICANA auf den Markt. PLASTICANA ist nach Angaben des Erfinders André Ravachol das erste mit Hanf verstärkte thermoplastische Material. Als erste Anwendung dieses Materials aus PVC und französischem Hanf suchte man sich die klassische französische Strandsandale aus. Nach erfolgreichen Tests wurde das Ausgangsmaterial bereits am 24. Juli 1998 patentiert und zwei Monate später die Wortschöpfung Plasticana markenrechtlich geschützt. 2.000 Strandschuhe (limitiertes Angebot) können auf der Internetseite www.echosduchanvre.com/plasticana.htm zum Preis von sieben US-Dollar (8,25 Euro) pro Paar geordert werden. Optisch stehen die Sandalen ihren konventionellen Äquivalenten in nichts nach. Die bräunliche Farbe wird durch die verwendeten Hanffasern hervorgerufen. Nun können endlich auch die Lehrerkinder im Frankreichurlaub ökologisch korrekt ins Meer stolzieren!

Afghanistan: Taliban zerstören Hanffelder

Eine Fläche von 0,6 Hektar Hanf wurde von den Taliban in der südafghanischen Provinz Zabol zerstört. Der einheimischen Nachrichtenagentur BAKHTAR INFORMATION AGENCY zufolge sagte das Distriktoberhaupt Mola Abdol Wali zu der Aktion, man wolle damit die Jugend vor dem Drogenmissbrauch schützen. Der Konsum von Hanf habe schwerwiegende Folgen für die Menschen im Lande. Die “hochgeschätzten” Einwohner des Distrikts haben bei der groß angelegten Ernteaktion geholfen. Mit dem (über-)eifrigen Ernteeinsatz wurden die Anordnungen Ihrer Eminenz Amir ol Momenin, des obersten Talban-Führers, umgesetzt, Hanf- und Mohnpflanzungen zu zerstören. Der westliche Beobachter darf sich fragen, wie lange die Menschen in Afghanistan sich die Machenschaften der Taliban noch gefallen lassen.

Dass Frauen wieder einen Schleier tragen müssen, ist das eine. Dass aber auch das ehrenwerte Familienoberhaupt auf die abendliche Wasserpfeife verzichten soll, das geht ans Eingemachte. Solch diktatorische Eingriffe in das Privatleben könnten (zumindest langfristig) zu weit gehen!

Quelle: BBC

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