Highland Jesus – ein Dealer?

Highland Jesus

Oh ihr Fröhlichen … es wird wieder Licht!

Vielen geht das heutige Weihnachtsfest gewaltig auf den Keks. Für andere gehören gerade die Kekse noch zu den wenigen wahrhaftigen Freudenspendern in den dunkelsten Nächten des Jahres. Keine Ahnung, wer der erste Mensch war, dem auffiel, dass es jährlich eine längste dunkle Nacht gibt, nach der dann das Licht wieder kommt. Fakt ist, dass man dieses Ereignis der Wintersonnenwende seit Vorzeiten überall auf der Welt festlich begeht. Bei uns geschah dies, bevor Christen dafür Tannenbäume opferten, mit grünen (Mistel)Zweigen und Rauch.

Man nannte die dunkelsten Nächte die Jul-Zeit, oder auch Rauchnächte (auch wenn es sich hier um Eiben-Rauch gegen Holzwürmer et cetera gehandelt haben soll). Eine Sekte jedoch krallte sich im Jahr 353 dieses Fest und setzte die Ankunft ihres Juniorchefs, Jesus Christus, mit dem wiederkehrenden Licht gleich. Schlauer Schachzug, denn an jenen Tagen waren alle Heiden allemal am Feiern, im urchristlichen Umfeld feierte man traditionell am 25. Dezember den Geburtstag des Mithras, des unbesiegbaren Sonnengottes. So umstritten ist diese Datierung, dass viele Christen, allen voran die Zeugen Jehovas, Weihnachten nicht feiern, da es sich um ein heidnisches Fest handele. Aber gehen wir erstmal zurück zum Anbeginn der Story.

Am Anfang war, hm, der HalluziPilz (oder der Brösel) Es mag niemanden verwundern, dass es sich bei vielen der biblischen Wunder offensichtlich um Drogen-Halluzinationen handelte. Und jeder Biologe weiß, dass es sich bei der Frucht am Baum der Erkenntnis nicht um einen Apfel gehandelt haben kann, da Äpfel erst viele Jahrhunderte später essbar gezüchtet wurden. War der Apfel also ein Übersetzungsfehler oder eine bewusste falsche Fährte?

Der Sprach- und Bibelforscher John M. Allegro kam 1948 nach dem Studium der historischen Quellen zu dem Schluss, dass es sich beim “historischen Jesus” in Wirklichkeit um eine Verschlüsselung des Heiligen Pilzes handele. Pilz = Penis = Fruchtbarkeit und Erkenntnis. Damit erklärt Allegro nicht nur den Baum der Erkenntnis, das Kreuz, die Jungfrauengeburt & die Geschichte vom geköpften (“kahlköpfigen”?) Johannes, selbst die heutigen Priester sind für ihn wandelnde Pilzsymbole. In den USA gibt es – außer der Rastafari-Bewegung – gut einhundert christliche Gruppen, die Psychedelika als Sakrament in ihren Gottesdiensten einsetzen. Was sagt uns also die Bibel zu diesem Thema? Viel zitieren darf ich leider nicht, denn auch das Wort Gottes unterliegt heutigen Copyright-Gesetzen. (Schau mal im Impressum deiner Bibel nach!). Wieder so ein typischer Fall von Autorenausbeutung – das Geld bleibt zu hundert Prozent bei den Agenten, weil “der Autor kein Konto nachweisen kann” und wahrscheinlich nicht schreiben kann. Schon merkwürdig.

Am Anfang war nichts als Brösel, sangen schon Witthüser & Westrupp. Aber was weiß man schon über den Anfang? Nichtmal das Geburtsdatum von Gottes Sohn ist im Buch der Bücher korrekt verzeichnet. Dass der Heilige Abend ein Fake ist, darüber war man sich schon lange einig. Bislang vermuteten viele Forscher den wirklichen Geburtstag von Jesus im März. Grund: Viele Dealer und Heilige sind Fische gewesen. Andere spekulative Geburtsdaten des Sohnes (Stell dir mal die Welt heute vor, wenn es eine Tochter gewesen wäre!): 19. April, 20. Mai, 17.

November … Die moderne Forschung jedoch hat sich, laut dem NEW SCIENTIST, nach Prüfung aller Sternkonstellationen, Volkszählungen und Sensationsmeldungen aus der Bibel auf ein alternatives Datum geeinigt, den 19. 9. -7. Jesus war also beim ersten Heiligen Abend schon sieben Jahre alt. Jesus, quasi unehelicher Sohn des Heiligen Geistes, war bei der offiziellen Geburt schon sieben Jahre alt? Holy smoke! Um Gottes Willen! (Warum hat diese Anrufung des Chefs eigentlich immer so einen negativen Beigeschmack?)

Vom Weihrauch zum Hanf

Jesus wurde im Drogenmilieu groß. Schon zur Geburt wurde ihm Weihrauch aufgedrängt. Der galt damals in Kleinasien als inneres und äußeres Reinigungsmittel. Mit Weihrauch wurden die bösen Geister aus dem Tempel getrieben, mit Weihrauch reinigte sich der Mann nach dem Beischlaf (von was?). In den ersten Jahrhunderten war das Räuchern in den Kirchen verboten, es galt als Kult der Heiden. In der katholischen Kirche ist der Weihrauchgebrauch bis heute üblich, und viele Ministranten erzählen von einem geradezu suchtmäßigen Verhalten im kirchlichen Rauch. Schon in älteren Medizinalbüchern wurde Weihrauch nicht nur als einfacher Räucherstoff, sondern auch als magisches Mittel, das Bewusstseinsverschiebungen hervorruft, erwähnt. Forscher der “Akademie der Wissenschaft der DDR” hatten sich 1981 die Mühe gemacht, nachzuforschen, was es mit dem Weihrauch auf sich hat. Sie fanden in ihm Tetrahydrocannabinole, die auch als Haschischwirkstoffe bekannt sind … Ihr Schluss: Die katholische Kirche fixt ihre Schäfchen quasi an – mit Weihrauch als Einstiegsdroge.

De Hola Herb – vom Hanf in der Bibel

In den teils widersprüchlichen Bibelübersetzungen taucht Hanf äußerst selten auf – wenn man nicht gerade die Bibelfassung der Rastafaris hat. Luther genoss zwar laut Hans-Georg Behr gerne Hanf-Tinktur, aber seine Buchprotagonisten blieben weitgehend clean. Entweder wollte Luther den Hanf nicht nennen, oder sein Hebräisch, beziehungsweise seine Kenntnis des alten Brauchtums in Palästina, humpelte, denn im hebräischen Original taucht Hanf öfters auf.

Zu Luthers Zeit galt Hanf, laut Christian Rätsch, als “das alte heilige Kraut der heidnischen Liebesgöttin, denn es konnte das Feuer der Liebe entfachen. erotische Phantasien erregen und die sexuelle Begierde anstacheln … In Exodus 30,23 heißt es, Gott habe mit Mose darüber geredet, wie das heilige Salböl zubereitet werden solle, nämlich aus ‚Myrrhe, süßem Zimt, kaneh bosm und Kassia’. Die semitische Wurzel kan bedeutet Hanf oder Rohr, bosm heißt aromatisch. Aus kaneh bosm wurde später kanabos oder kannabus, Worte, die direkt mit dem skythischen Namen für Hanf, Cannabis zusammenhängen.”

Heute sind es vor allem die Rastafaris, die als einzige größere christliche Gruppe an dem Kraut, ihrem hola herb (= heiliges Kraut, Kraut der Weisheit) festhalten bzw. es sich zum Wohle Gottes einpfeifen. In ihrem Wahrnehmungsraster finden sich viele biblische Geschichten als Kifferstories wieder. Ein führender Rasta sagt: “Der Mensch ist im Grunde Gott, aber diese Einsicht kommt einem nur, wenn man das Kraut benutzt. Wenn du das Kraut nimmst, erlebst du dich als Gott … Wenn du Gott bist, kannst du dich den Menschen gegenüber wie Gott verhalten. Auf diese Weise kannst du dein Licht scheinen lassen. Und wenn jeder von uns sein Licht scheinen lässt, erschaffen wir eine Gott-ähnliche Kultur …” Genau aus diesem Grund verbot der Papst ja auch psychoaktive Zusätze im Bier.

Die neuen Jünger Jesu?

Harald Bruch suchte für uns alle nach weiteren biblischen Hanf-Spuren, fand einige Antworten und eine Vision:

“Schauen wir uns einmal Matthäus II, 28-30 an: ‚Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.”

Nehmen wir diese Bibelstelle von hinten nach vorn auseinander. Was ist ein sanftes Joch, eine leichte Last im modernen Sprachgebrauch? – Wohl ein Laster. Die andern sollen das Laster nachmachen, denn es ist ein Labsal und wohltuend. Ich möchte sagen: entspannend. Um jetzt zu erfahren, um welches Laster es sich handelt, schauen wir bei Johannes 20, 22 nach: ‚Und als er (Jesus) das gesagt hatte, blies er sie (seine Crew) an und spricht zu ihnen: Nehmet hin den Heiligen Geist.’

Unschwer, hier ‚shotgun’ zu assoziieren, denn Jesus wird seine Jünger wohl nicht mit verbrauchter Atem-luft angeblasen haben. Ich lege die Bibel hier so aus, dass da wohl THC-haltiger Dampf geblasen wurde. Weiter sind im Neuen Testament einige ‚Wunder’ zu finden. Lahme gehen und Blinde sehen. Cannabis hilft bei Multipler Sklerose und Grünem Star, wie wir inzwischen alle gelernt haben. Dann das Gleichnis von der blutflüssigen Frau, die wohl unter Dauerblutungen litt – Cannabis half. Dann das Gleichnis vom Senfkorn. Selbst namhafte Bibelgelehrte gehen davon aus, dass es sich nicht um Senf, sondern eine andere Pflanze handelt. Das Gleichnis passt auf Hanf.

Es lassen sich also zahlreiche Hinweise auf das gute Kraut finden, und wenn wir bei Johannes 20, 22 nochmal nachlesen, erkennen wir auch, dass der Heilige Geist eine populäre Tarnung für THC-Wirkstoffe darstellt. Ob dieser Erkenntnisse habe ich, Harald Bruch, die Sekte Die Jünger Jesu gegründet und in fünf Jahren ohne viel Mühe sechs Mitglieder geworben. Der Sekte kann jeder beitreten, der an das Gute Kraut glaubt. Das kostet nix und bringt nix – Oder doch! Man kann sich bei einer Anzeige wegen Haschischbesitz auf die grundgesetzlich garantierte Religionsfreiheit berufen. In dieser Richtung probiere ich zur Zeit was aus.”
Danke Harald. Aber hast du gewusst, dass der Sohn des Chefs in der Bibel von unseren Vorvätern als Drogenhändler verehrt wurde?

Jesus als Dealer?

Irgendwie traut man seinen Augen nicht, wenn man erstmals den jungen Herrn Jesus mit Bart und Drogenwaage in einer deutschen Apotheke sieht. Ja was haben sich die heiligen Brüder dabei gedacht? Naja, einerseits hat sein Vater ja alle Naturdrogen willentlich ins Paradies gepflanzt. Und wer möchte da schon Gottes Werk anzweifeln – außer einige Christdemokraten. Und Christoph Daum, dem ja nachgesagt wird, sich in der Szene auszukennen, meinte: “Der beste Vermarkter war Jesus Christus. Und auch ich sehe meinen Job darin, den Leuten mehr im und vom Leben beizubringen.” With a little help from my friend, Jesus. Wie die Bilder zeigen, hantierte dieser Visionär nicht nur mit Naturdrogen, sondern vor allem mit Pülverchen.

Machen wir einen Ausflug in die Kunstgeschichte. Wer malte all diese “Jesus als Dealer”-Bilder? Als Theodor Fontane 1872 bei einer Wanderung durch die Mark Brandenburg auf eines dieser Andachtsbilder von Christus als Apotheker stieß, erschien ihm dies als “abnorm und einzig in seiner Art”. Aber weit gefehlt. Das im Govi Verlag des Deutschen Apotheker Verbandes erschienene Buch “Christus als Apotheker” listet 133 Bilder von Jesus und zeigt rund 80 von ihnen. Dieses Buch lehrt uns, dass dieses Drogenhändler-Motiv kein typisch deutsches war, sondern Hunderte von Malern in Schweden, Frankreich, Russland und Spanien inspirierte. Mit dem Aufkommen des Christentums verblich die Macht der alten Heil-Götter der Antike. Aber immerhin behielten Apollo, Asklepios und Hygieia ihre Jobs als Patrone der Apothekergilden.

Dann sorgte die Kirche dafür, dass sie durch christliche Drogen(schutz)heilige wie Maria Magdalena, Damian und Kosmas ersetzt wurden. Vor allem aber machte Christus als himmlischer Wunder-Arzt durch die schon erwähnten Heilungen Furore. Im 1700 Jahrhundert wurde er noch als Arzt dargestellt, aber dann wechselte er offensichtlich seinen Arbeitsbereich und wurde vorwiegend als Apotheker dargestellt. Immer häufiger sieht man ihn hinter dem Rezepturtisch mit einer Waage in der Hand. Selbstredend sei dies alles nur symbolisch gemeint, bei der Waage handele es sich um eine Seelenwaage, als Symbol fürs kommende Gericht im Jenseits. Mit der Geschichte wäre ich mit meiner Waage zu Dealerzeiten bei der Polizei sicherlich nicht durchgekommen, wahrscheinlicher wäre eine psychiatrische Untersuchung die Folge gewesen. Aber als Gottes Sohn darf man sich schon einiges rausnehmen. Zumal sein offensichtlich psychoaktives Dope, wenn man der Bibel glauben darf, ja zum Wohle vieler wirkte.

Der Apotheker-Christus war volksnah. Man musste nicht erst zum (teuren) Arzt, sondern bei J.C. gab es tröstende Seelenarzneien mit den entsprechenden (Bibel-)Sprüchen. Das Erquickungszitat von Matthäus hatten wir eben schon, aber auf den Bildern fanden sich noch andere hilfreiche Hinweise über den damaligen Drogenhandel, der offensichtlich noch keinem Ladenschlussgesetz unterlag: “Suchet, so werdet ihr finden, klopfet an, so wird euch aufgetan”. (Lukas, 11,9). Eine Bildergruppe in Württemberg sticht durch eine längere Bildbeschriftung heraus. In ihr wird eine ausführliche Rezeptur von Seelenarzneien als “köstliche Arznei für allerlei Krankheiten der Seelen” beschrieben. Auf einem Bild aus Rouen sieht man auf dem Ladentisch ein in vier Felder unterteiltes Kästchen mit “Gewürzdrogen”. Auf neueren Bildern findet sich gar Rizzla-Papier. Ein Zeichen, dass Jesus mit der Zeit geht?

Heiligenschein versus Scheinheiligkeit

War Jesus ein rebellierender Kiffer, der sich für Gott hielt? Ich meine, solche Leute trifft man heute in vielen großen Städten nicht nur unter Cannabisseuren, sondern auch in New-Age-Kreisen, auf der Straße oder der Psychiatrie. Ist deshalb das Kiffen heute international verboten? In deutschen Landen machte ein strammer Arm & ein lautstarkes “Heil!” die Menschen high. Dann suche ich doch lieber das Heil im High – und das muss ja nicht von unbedingt Hanf herrühren. Der Erleuchtung ist es gleich, wie man sie erlangt.

Die Kirche, bzw. die Päpste setzten vor gut einem halben Jahrtausend Alkohol als Volksdroge ein. Wären sie beim Hanf geblieben, wäre uns wahrscheinlich ein Teil der Kriminalgeschichte des Christentums (und das Betäubungsmittelgesetz) erspart geblieben.

Wie meinte schon Hildegard von Bingen, kurz bevor die Kirche mit dem Krieg gegen nichtalkoholische Drogen begann: “Aber wer im Kopfe krank ist und wer ein leeres Gehirn hat und (dann) Hanf isst, dem bereitet dies leicht etwas Schmerz im Kopf. Jenem aber, der einen gesunden Kopf hat und ein volles Gehirn im Kopf, dem schadet der

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